Was ist der Plätzchen-Talk?
Der Plätzchen-Talk entstand im Herbst 2025 im Vorfeld zur Rheinwerk-Konferenz „Digitale Barrierefreiheit“. Ich wollte Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, einige Speakerinnen und Speaker mit ihren Themen vorab kennenzulernen. Dies alles sollte in gemütlicher und lockerer Runde geschehen.
Steve Weidel von Inklutec (INKLUTEC – Barrierefreiheit & KI-Beratung) und Nina Gerling (Digitale Barrierefreiheit – jetzt alle Infos auf einen Blick) haben mit mir den ersten Plätzchen-Talk gestaltet. Bei uns ging es um die Themen Tastaturbedienbarkeit, Barrierefreiheit im E-Commerce und um Einfache Sprache/UX-Writing.
Der erste Plätzchen-Talk hat so gute Rückmeldungen erhalten, dass wir gemerkt haben, wir wollen das Format fortführen.
Der Plätzchen-Talk findet seit Dezember 2025 nun regelmäßig einmal im Monat kostenfrei via Zoom statt. Moderiert wird der Plätzchen-Talk von Steve Weidel und mir.
Wichtig ist uns dabei ein wertschätzender und respektvoller Umgang miteinander. Der Plätzchen-Talk richtet sich an alle Menschen, die mehr über digitale Barrierefreiheit wissen wollen. Es ist kein Vorwissen nötig und Fragen sind jederzeit willkommen.
Wir haben festgestellt, dass auch Expertinnen und Experten im Bereich Barrierefreiheit oft wenig von anderen Disziplinen und Möglichkeiten außerhalb ihrer Bubble kennen.
Beispielsweise wünsche ich mir im Bereich Text einen stärkeren Austausch mit den Webdesignern, damit ich die Texte noch besser an das Design anpassen kann. Und manchmal ist vielleicht auch gut, wenn in einer Box zusätzliche Informationen bereitgestellt werden. Und was sagen eigentlich Nutzende zu unserem Ergebnis? Je mehr wir in den Austausch kommen und von einander lernen, umso besser werden unsere Anwendungen.
Der Plätzchen-Talk findet immer einmal im Monat um 17 Uhr kostenfrei via Zoom statt.
Die Links dazu können bei mir per E-Mail angefragt werden, finden sich bei meinen jeweiligen Veranstaltungen oder auch bei meinen LinkedIn-Beiträgen.
Unsere Gäste von Januar bis April
8. Januar
Vicky Pirker🪄und Maria Korneeva
Wir sprechen über den häufigsten Fehler in Bezug auf digitale Barrierefreiheit: unzureichender Kontrast.
Vicky stellt uns Tools vor, mit denen wir Kontraste selber prüfen können. Denn ein guter Kontrast kommt nicht nur bei Text zu Hintergrund zum Tragen. Welche Bereiche betroffen sind und welche unterschiedlichen Bewertungskriterien es gibt, darüber sprechen wir mit Vicky.
Maria ist Autorin des Buches „Barrierefreie Webentwicklung“, erschienen im O’Reilly-Verlag (Barrierefreie Webentwicklung • Buch oder E-Book kaufen • dpunkt.verlag). Sie spricht mit uns über ein Thema, das wir sicher in der ein oder anderen Form kennen: Links oder Buttons, die „mehr“ versprechen oder „Weiterlesen“ heißen. Nutzenden von Screenreader, die anhand der Links auf einer Webseite navigieren, wird hier eine Fülle von „mehr“, „mehr“ und noch einmal „mehr“ vorgelesen. Aber wohin führt es? Genaues weiß man nicht.
Und Maria zeigt uns, wie wir Buttons und Links einfach für alle zugänglich machen können. Wie können wir sie eindeutig benennen? Welche Möglichkeiten gibt es?
Wir freuen uns auf hilfreiche Tipps, die leicht umzusetzen sind.
5. Februar
Markus Paulußen und Olivia Richter
Markus setzt sich für Barrierefreiheit auch mit Hilfe von KI ein. In seiner Heimatstadt Bielefeld hat er im Juni 2025 beim InnovateNOW-Wettbewerb sowohl den Publikums- wie auch den und Jurypreis mit „barrierefrAI“ gewonnen. Gemeinsam mit Verwaltung, Bürgern und lokalen Partnern will er Barrieren aktiv abbauen. Markus stellt uns im Talk seine KI barrierefrAI PDF Pro vor, die „alte“ PDF-Dokumente barrierefrei macht. Dies ist besonders für Verwaltungen interessant
Und Olivia spricht mit uns darüber, wie wir digitale Barrieren spielerisch entdecken können. Sie ist Entwicklerin des Spiels „Barrierien“ (Barrierien – Das Spiel zur digitalen Barrierefreiheit), bei dem man selbst Alltagsbarrieren erleben kann und versteht, wie Assistenztools funktionieren und was es braucht, damit eine Webseite für alle Menschen zugänglich ist.
Wir sprechen auch über ihren barrierevollen Adventskalender, bei dem man ebenfalls jeden Tag eine digitale Barriere entdecken konnte.
5. März
Ernst Tradinik und Susanne Baumer
Ernst ist Autor des Buches „Inklusive Medienarbeit | Herbert von Halem Verlag„. Er hat jahrelang mit Menschen mit Behinderung gearbeitet bevor er Publizistik studierte. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen mit Behinderung mehr im Bereich Journalismus, Radio oder Fernsehen aktiv teilhaben können.
Wir führen ein lockeres Gespräch über seine Arbeit und seine Ansätze und freuen uns, dass Ernst offen für unsere Fragen ist.
Susanne war jahrelang Expertin im Bereich Medien bei der Stiftung Pfennigparade, zuletzt als Betriebsleiterin, bevor sie sich als Beraterin für digitale Barrierefreiheit selbständig macht. Sie bringt uns ihren Ansatz näher, warum wir Barrierefreiheit nur durch echte Begegnungen erreichen können. Wir sprechen über ihre Erfahrungen und warum Gesetze allein nicht zu einem gesellschaftlichen Wandel führen.
16. April
Raphael Schrauth und Carl Christian Engelhardt
Raphael ist Referendar im Bereich Sonderpädagogik und arbeitet nebenbei bei KLAO. Wir sprechen viel von digitaler Barrierefreiheit, aber wie kommt diese eigentlich an der Schule an? Darüber wollen wir mit Raphael sprechen. Sind digitale Angebote von Schulbuchverlagen barrierefrei? Muss Schule bei barrierefreien Angeboten mehr mitgedacht werden? Wir sind gespannt auf seine Erfahrungen aus der Praxis.
Christian ist UX-Writer aus ganzem Herzen. Er bringt uns viele Beispiele aus seiner Praxis mit, bei denen jedem von uns gleich klar wird, wie einfache Worte einen großen Unterschied in der Nutzerfreundlichkeit machen können. Dabei können es Textabschnitte, Buttonbeschriftungen oder auch die Menüführung sein. Bei Christian geht es nicht um lange Abhandlungen, sondern um kleine Textbausteine die den Nutzenden mehr Sicherheit auf der Webseite geben und somit sicher zu einem erfolgreichen Abschluss ihrer Tätigkeit.




