Der Plätzchen-Talk ist ein niederschwelliges Online-Format über Zoom. Die Themen drehen sich immer um den Bereich digitale Barrierefreiheit. Der Plätzchen-Talk wird von Steve Weidel und mir moderiert. Wir laden immer zwei Expert*innen ein, die ein kurzes Spotlight auf ein Schwerpunktthema werfen. Bei diesem Rückblick handelt es sich um meine persönliche Zusammenfassung. Bitte wendet euch bei speziellen Fragen direkt an die Referent*innen. Die Kontaktdaten findet ihr am Ende der Zusammenfassung.
Im Dezember hatten wir Oliver Haake-Klink und Aleksandra Schreiber zu Gast.
Oliver Haake-Klink zu Cookie-Bannern
Bei Oliver ging es passend zum Plätzchen-Talk um Cookie-Banner. Anhand zahlreicher Beispiele konnte Oliver uns die wichtigsten Punkte zu Barrieren bei Cookie-Bannern aus seiner Sicht aufzeigen.
Barrieren sind:
- unverständliche Sprache
- schlechter Kontrast
- Hervorhebung von Buttons wie „Annehmen“ anstelle einer gleichwertigen Darstellung aller Buttons.
- Schlechte Positionierung des Banners im Quellcode: Einige Webseiten positionieren ihn im Code ganz am Ende. Das heißt, von Tastatur-Nutzenden werden schon Informationen eingeholt, bevor sie ihr Einverständnis dazu geben konnten. Weil durch die Einbindung im Code ihr Einverständnis erst ganz am Ende eingeholt wird.
Oliver plädiert grundsätzlich dafür, den User nicht durch Farbwahl oder Schriftgröße zu einer Wahl zu drängen (im positiven wie im negativen Sinne). Die Wahlbuttons sollten seiner Meinung nach immer gleichrangig sein.
Oliver betonte auch, dass es bei einer guten Webseite mehrere Dinge wichtig sein sollten. Es geht nicht nur darum, dass die Nutzenden sich zurecht finden und schnell ans Ziel kommen. Es geht auch darum, dass der Besuch einer Webseite Spaß macht und ein positives Gefühl erzeugt.
Aleksandra Schreiber zu Leichte-Sprache-Bildern und Graphic Recording
Aleksandra zeichnet Bilder von Hand. Ihre Bilder helfen beispielsweise bei Veranstaltungen, diese für alle verständlich und greifbar zu machen. Die Inhalte der Veranstaltung werden durch Aleksandra visuell festgehalten. Allgemein könnte man dazu wohl Graphic Recording sagen. Reguläres Graphic Recording ist allerdings nicht barrierefrei. Aleksandras Bilder helfen, sich an die Inhalte zu erinnern. Darum achtet sie bei der Begleitung von Veranstaltungen in Leichter Sprache auf Folgendes:
- keine Fremdwörter auf den Bildern
- Verzicht auf Deko-Elemente
- Arbeit mit mehreren Blättern statt mit einem großen Plakat. Jedes Blatt hat nur eine Aussage.
- Es gibt genügend Kontrast.
- eine klare, gut lesbare Schrift. Es wird nicht zwischen viele verschiedenen Schriften gewechselt.
- Der Ablauf ist transparent dargestellt.
Im Bereich Leichtes Graphic Recording können die Teilnehmenden Inhalte besser verstehen und so mehr Teilhabe erfahren. Sie können ihre Meinung besser ausdrücken und ihr Wissen einbringen.
Und damit dies alles möglich ist, bereitet sich Aleksandra intensiv auf jeden Auftrag vor. Sie muss überlegen, was die Informationen grafisch wirklich unterstützt. Was wäre zu viel? Wie können Fachbegriffe aufbereitet werden?
Kontakt zu Oliver und Aleksandra
Oliver hat im Nachgang seine Präsentation zur Verfügung gestellt. Diese kann direkt bei ihm angefragt werden. Ihr erreicht Oliver über die die Webseite von distriko.
Wenn ihr eure Veranstaltung visuell festhalten wollt, wendet euch gerne an Aleksandra über ihre Webseite und schaut euch dort gerne ihr Portfolio an: Aleksandra Schreiber auf tellinary




